Schmetterling's Flügelschlag

 

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Nissa la Bella 2



Ich lag am Strand und habe mich wohl schon zum tausendsten Mal gefragt, warum ich dies alles aufgegeben habe für eine Stadt, die fast acht mal so groß ist wie Nizza, meistens viel, viel kälter und verregneter als die Côte d’Azur, und die dazu noch in einem Land liegt, in dem es auf einem Quadratmeter mehr Verbotsschilder und Vorschriften gibt, als es Palmen an der ganzen Promenade des Anglais hat.


Ich weiß natürlich, warum ich jetzt in Berlin lebe, und ich denke, es gibt tatsächlich eine Alternative zu:


 


Sonne, Meer, Strand, Palmen, Grillen, Oliven, Lavendel, Thymian, Socca, Pan Bagnat, Muscheln, Seealpen, Mittelalterdörfer, Zypressen, Pinien, Vieux Nice, Strandbarbecue, Cannes, Antibes, Monaco, la langue francaise, Compagnie Traces, Cours Saleya, Place Rossetti, Rue de la Tour, Carros, La Gaude, Crevettes, Brel, Brassens, Cabrel, Minze, Gemsen, Murmeltiere, Adler, Eidechsen, Schlangen, Skorpione, Soupe au Pistou, Baguette,  Orangenbäume, leuchtendblauer Himmel…und…und…und…


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Warum sehne ich mich dann aber immer nach genau der Stadt, in der ich gerade nicht bin?????




Leider brauche ich für die nächsten Monate meine ganze Kraft und Kreativität, um mich auf mehrere Projekte zu konzentrieren, die ein Höchstmaß an Zeit, Energie und künstlerischer Eingebung erfordern. Mir wird kaum Zeit für andere Dinge übrig bleiben. Daher werde ich in meinem Blog seltener schreiben als bisher. Ich werde allerdings die anderen Blogger von Zeit zu Zeit besuchen, und versuchen, ab und zu dort meine Spuren in Form von Kommentaren zu hinterlassen, um nicht ganz auf dieses mir liebgewordene Medium zu verzichten. Natürlich werden Mails von mir weiterhin pünktlich beantwortet.


Manchmal ist es nicht einfach, auf zwei verschiedenen Hochzeiten zu tanzen….oder in zwei verschiedenen Städten zu wohnen…


 


A bientôt…


 


Synonyme


 


 

16.5.05 19:46


NIZZA LA BELLA


Zehn Tage in meiner zweiten Heimat! A moi la mer, le soleil, la plage, les amis, la musique, mes filles...et tous les bons souvenirs!! Das Mittelmeer hat mich für eine kurze Zeit wieder....


Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat.


( Antoine de Saint-Exupéry )


A bientôt...

25.4.05 00:17


Teil 15


 


Eines späten Vormittags näherte ich mich leise dem Vorhang. Magisch wurde ich angezogen von seinen ruhigen Bewegungen, ein rhythmisches Hin und Her verursacht durch den Wind, der durch das gekippte Fenster wehte. Es war still im Wohnzimmer, nur ab und zu drang der Schrei eines Kindes oder das Zwitschern eines Vogels über die Balkonbrüstung in unsere Wohnung. Es war ziemlich warm für Mitte März, und die Sonne schien prall gegen die Scheiben. Leise raschelte der Stoff über den Holzboden und machte ein wisperndes Geräusch, als ob er mir zuflüstern wollte: „ Komm her...komm her!“ wisch, wosch, wisch, wosch!!  Ich konnte der Versuchung einfach nicht widerstehen, außerdem wollte ich nicht unhöflich sein und so eine nette Einladung ausschlagen. Meine Mutter war im Kinderzimmer mit meiner Schwester beschäftigt und meine „ Oma Martell“ kümmerte sich um das Mittagessen in der Küche. So bemerkte niemand wie ich den Vorhang Stück für Stück zur Seite schob bis ich dahinter verschwand. Mein Herz bummerte laut vor Aufregung und Vorfreude.


 Eine Weile stand ich eingeschüchtert vor den Glaspuppenhäusern und traute mich kaum zu atmen, aus Angst die Babys dort drinnen zu wecken. Es war, als ob ich vor Jasmins Bett stünde und sie beim schlafen beobachtete. Wie losgelöst von mir selbst sah ich meine Hand, die ganz langsam den Deckel von dem ersten Kasten hochhob. Mit einem verträumten Lächeln schaute ich auf die kleinen grünen Kugeln. Sachte tippte ich eine von ihnen an, nur ganz leicht, damit ich ihr nicht wehtat. Sie bewegte sich nicht. Ich wartete einige Sekunden ab, um zu sehen, ob ich doch noch eine Reaktion von ihr bekam. Aber sie blieb still liegen. Also stieß ich sie ein bisschen stärker an und zuckte überrascht zurück, als das Köpfchen aus seinem Erdenbett flog und gegen die Glaswand prallte. Hatte ich es zu fest angestoßen? Ich nahm das Pflänzchen vorsichtig in die Hand und knetete es sanft um es aufzuwecken. Aber es wollte irgendwie einfach nicht mit mir spielen. Entmutigt ließ ich es fallen und beugte mich über den nächsten Baby- Kaktus. Ich zog ihn aus der Erde und hielt ihn mir ans Ohr. Vielleicht hörte ich ihn ja weinen wie Jasmin es immer tat, wenn ihr was nicht passte. Aber ich hörte nur das Rauschen vom angestrengten Hinhören in meinen eigenen Ohren. Einen kleinen Kerl nach dem Anderen pflückte ich aus dem braunen Erdenreich, doch keiner von ihnen gab ein Lebenszeichen von sich. Enttäuscht warf ich sie hintereinander auf den Boden. Wieso hatte mein Papa von Babys gesprochen, wenn sie sich nicht mal bewegen wollten? Ich fühlte mich verraten und wühlte ärgerlich in dem Gemisch aus Sand und Erde, um mich zu vergewissern, dass ich nicht doch noch irgendwas oder irgendwen übersehen hatte. Dann nahm ich mir das zweite Haus vor. Diesmal allerdings ging ich weniger vorsichtig damit um und pflügte sofort mit meinen Händen quer durch die jungen Kakteen. Eigentlich machte es richtig Spaß, heimlich mitten in der Wohnung mit Sand zu spielen. In das dritte Glaskästchen griff ich sofort voll mit beiden Händen hinein ohne die grünen Sprösslinge überhaupt zu beachten und genoss es, mir die Erde durch die Finger rieseln zu lassen. Drei Sandkästen für mich allein, ich war wie berauscht von meinem neuen Spielzeug und hatte inzwischen längst mein ursprüngliches Ziel aus den Augen verloren.fficeffice" />


Ich knetete Kugeln, bohrte Löcher, baute Tunnel und Brücken und verzierte meine Burgen mit Kränzen von kleinen grünen Bällchen. Dann schob ich die drei Behälter zusammen und versuchte die Erde aus allen in nur einen zu schütten, doch in diesem Moment wurde ich von der Stimme meiner Mutter unterbrochen, die mich zu sich rief. Schnell kroch ich hinter dem Vorhang hervor und rannte zu ihr ins Kinderzimmer.


„ Hände waschen, wir essen gleich“ rief meine Oma als ich an der Küche vorbeikam. Willig trottete ich hinter ihr her und ließ mich von ihr hochheben, damit ich meine Hände unter den laufenden Wasserstrahl halten konnte.


 „Wo hast du dich denn so schmutzig gemacht, Kind?“


Ich war ihr fünftes Enkelkind, aber sie nannte uns alle meistens „ Kind“, um nicht lange über unsere Namen nachzudenken, wie sie uns später einmal erzählte. Ich war zu klein um eine richtige Erklärung abzugeben und summte nur vergnügt mit dem fließenden Wasser um die Wette. Ächzend ließ sie mich wieder runter, als wir plötzlich das zischende Geräusch von Flüssigkeit auf heißer Herdplatte aus der Küche hörten.


„Du liebe Güte...!“ rief sie und lief in die Küche. Ohne dass ich es wissen konnte, verschaffte mir das überkochende Mittagessen eine Galgenfrist bis zum Abend, und nach einigen Stunden hatte ich längst wieder meinen Ausflug hinter den Vorhang vergessen.


Mein Vater kam wie gewöhnlich um sechs Uhr nach Hause. Jeden Abend hob er mich in die Höhe und machte ein paar Tanzschritte mit mir in seinen Armen, bevor er mich absetzte um sich mit meiner Mutter zu unterhalten. Auch an diesem Tag war es nicht anders, und nachdem ich wieder auf dem Boden stand, ging ich meiner Großmutter in der Küche helfen.


„Noraaa...!!!“


Erschreckt zuckte ich zusammen und schaute verunsichert zu meiner Oma, die mit mir am Küchentisch saß und Tomaten in Scheiben schnitt. Erstaunt sah sie mich an.


 


Fortsetzung folgt...

23.4.05 23:39


Hurenschicksal!


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Meine Freundin Linda war eine Prostituierte. Keine die am Straßenrand ihren Körper anbot, sondern ein exklusives Callgirl, angestellt und vermarktet von einer speziellen Agentur. Kennen lernte ich sie bei einem Theaterworkshop, den ich in Cannes gab.


„Ich heiße Linda und ich bin eine Nutte“, so stellte sie sich uns vor.


Das imponierte mir.


Während der ganzen Woche, die wir zusammen arbeiteten, wurde nicht mehr darüber gesprochen. Erst viel später gestand sie mir, dass ihr dieser Satz sehr schwer gefallen war, aber es war ihr wichtig, als der Mensch akzeptiert zu werden, der sie war, mit allen gegenwärtigen Teilen und Episoden ihres Lebens. Sie wollte nicht in die Verlegenheit kommen, lügen zu müssen, wenn sie nach ihrem Job gefragt wurde. Sie hatte uns mit ihrer Initiative von Anfang an den Wind aus den Segeln genommen, allerdings mit dem Risiko, abgelehnt zu werden, was ihr glücklicherweise erspart blieb.


Wir wurden Freundinnen.


Linda war nach ihrem Abitur aus Spanien nach Frankreich gekommen, um einer strengen und sehr katholischen Familie zu entkommen, die ihr das Leben zur Hölle machte. Sie war intelligent genug, keine Drogen zu nehmen, um jederzeit aus ihrem „Job“ wieder aussteigen zu können, den sie gewissenhaft zwar, aber ohne Leidenschaft erledigte.


Zu der Zeit, als ich sie kennen lernte, hatte sie „nur“ noch einen permanenten Freier, ein hohes Tier in  Politik und Wirtschaft, dreifach so alt wie sie, der ihr ihre Wohnung, ein schnelles und teures Auto, und genug Taschengeld monatlich zahlte, um angemessen davon leben zu können, sich für alle Gelegenheiten die richtige Kleidung kaufen zu können, und sich einen Lebensstil zu leisten, der dem Seinen angepasst war, und im übrigen den Meinigen weit überschritt.


Als Gegenleistung musste sie jederzeit abrufbereit für ihn sein, was bedeutete, im Durchschnitt zwei bis dreimal im Monat alle anderen Verabredungen absagen, um nur noch für ihn da zu sein. Er war, wie sie sagte, ein Glückstreffer für jede Frau ihrer Branche, nett, zuvorkommend, gebildet und, bis auf eine spezifische Ausnahme, fast eine Vaterfigur für sie.


Ihr größter Wunsch war es, ein Kind zu bekommen und aufzuziehen, allerdings ohne sich an einen Mann binden zu müssen. Wir redeten oft über ihr Verlangen nach eigenen Kindern, und überlegten hin und her, wie sie das anstellen könnte, ohne jemanden mit einer Schwangerschaft zu hintergehen. Auch wenn sie nicht mit einem potentiellen Kindsvater zusammenleben wollte, hatte sie doch so viel Gewissen, dem Kind nicht den Vater vorenthalten zu wollen. Also kamen ein One-Night-Stand oder die Samenbank nicht für sie in Frage.


Eines Tages hatte sie endlich die Lösung.


„Ich habe eine Annonce in die Zeitung gesetzt, in der ich einen Vater für mein Kind suche“, erzählte sie mir strahlend.


Mehrere Männer schrieben ihr, darunter einer, der wie sie gerne Kinder hätte, aber nicht mit der Frau zusammenleben wollte. Er erschien ihr seriös genug, um das Abenteuer zu wagen. Als sie tatsächlich schwanger wurde, kündigte sie das Verhältnis zu ihrem Freier, der ihr die Wohnung und das Auto schenkte, und sich sogar über ihr Glück zu freuen schien, denn er bezahlte sie bis Ende ihrer Schwangerschaft weiter, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.


Sie brachte einen hübschen kleinen Jungen zur Welt, und war eine regelrechte Bilderbuchmutter für ihr Baby. Sie fing an, in einer Kindertagesstätte als Hilfskraft zu arbeiten, und ging ganz in ihrer Mutterrolle auf. Wir sahen uns jetzt seltener, weil sie zwischen Job und Kind weniger Zeit hatte. Eines Tages erzählte sie mir, dass sie sich an der Uni eingetragen hätte, um ihren zweiten Traum zu verwirklichen, nämlich Psychologie zu studieren.


„Wie willst du das denn schaffen?“ fragte ich sie entsetzt.


„Ich arbeite tagsüber, hole mir alle Unterlagen von den Kursen nach Hause und lerne nachts.“


Was sie auch tat. Verbissen und ehrgeizig, mit vier Stunden Schlaf pro Nacht, schaffte sie ihre ersten Examen. Ich erkannte sie kaum wieder. Aus der jungen, übermütigen, manchmal auch deprimierten Frau war eine ernsthafte Mutter und Studentin geworden.


Doch sie hatte immer noch nicht genug.


„Ich will ein zweites Kind“, erzählte sie mir.


Ein Jahr später hielt sie ihren zweiten Jungen in den Armen. Er war vom gleichen Vater, der Einfachheit halber. Es klappte gut mit den Beiden, jeder hatte eine eigene Wohnung, sie hatte das Sorgerecht, doch er konnte so oft wie er wollte seine Kinder zu sich holen kommen. Sie hatten ein gesundes Verhältnis zueinander, ohne Liebe zwar, aber es herrschte doch ein Einverständnis zwischen ihnen, das länger hielt, als so manche Liebesbeziehung. Jeder tolerierte das Leben des Anderen, mischte sich nicht ein, und als Grundlage diente ihnen ihre gemeinsame Liebe zu ihren Kindern.


Heute ist Linda eine angesehene Psychologin in Nizza. Sie hat eine Praxis, in der sie unter anderem viele Prostituierte empfängt, lebt immer noch allein mit ihren Kindern, die ihrerseits studieren, und ist eine glückliche, gestandene Frau. Manchmal, wenn wir uns wieder treffen, setzen wir uns in ihr auch heute noch schnelles und teures Auto, und fahren ausgelassen wie zwei Teenager die Küste entlang wie damals, als sie noch eine Nutte war.


Man sollte einen Menschen nicht nur danach beurteilen, was er macht, sondern auch immer danach, warum er es macht und was er daraus macht.

23.4.05 12:07


Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Eltern.


(SOKRATES 470-399 v.Chr.)


 

20.4.05 23:08


Jungfrauenträume!


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Es war einmal ein unbeschriebenes Blatt. Es fühlte sich leer und unausgefüllt, so wie es da unnütz zwischen Seinesgleichen in der Schublade lag. Es wünschte sich nichts sehnlicher, als endlich einmal benutzt zu werden. Seine Leidenschaft waren Worte wie: Liebe…Gefühl…Herz…Schmerz…Sehnsucht…oder kunstvoll geformte Sätze aus  romantisch erzählten Geschichten.


Jede Nacht träumte es davon, von einem großen Dichter entjungfert zu werden, ihm untertan zu sein, sich seinen Ergüssen zu unterwerfen, und ihm die beste Freundin seiner schlaflosen Nächte zu werden. Tag für Tag wartete es sehnsüchtig darauf, von ihm genommen, und mit endlosen Schachtelsätzen liebevoll bedeckt zu werden. Es verzehrte sich danach, seine Finger über seine weiße Haut gleiten zu spüren.


Eines Tages öffnete sich die Schublade, und eifrige Hände griffen unsanft nach ihm. Schmerzvoll seufze es auf, doch selbst dieser Schmerz, der ihm durch die rauen Finger zugefügt wurde, war nichts im Vergleich zu der unbändigen Freude, endlich genommen zu werden.


„Komm, bedecke mich mit deinen Phantasien, ich will für dich stillhalten, und alles, was dir in den Sinn kommt, geduldig ertragen“, so dachte das Blatt entzückt.


Und langsam, Buchstabe für Buchstabe, füllte sich sein jungfräuliches Antlitz mit Worten. Vor Stolz und heimlicher Genugtuung stöhnend überließ sich das Blatt seinem Eroberer.


Doch, oh weh, nicht mit drängenden lustvoll gestalteten Worten wurde sein Körper bedeckt, nicht die lang erwarteten Liebesschwüre strichen über seine Oberfläche wie ein Streicheln  tausender Wellen., sondern entehrt und beschmutzt wurde es mit profanen Beleidigungen. Aus den großen Erwartungen von Liebe und Zärtlichkeit eines unbefleckten kleinen Blattes wurde ein zutiefst erbärmlicher, mit nichts zu vergleichender...Einkaufszettel.


„Weh mir, ich wurde hintergangen, all diese schönen Dinge, die ich mir vorstellte, die man mir versprach und verhieß…sie sind doch nur Illusion“, dachte das Blatt Papier in seiner unendlichen Qual, während es entwürdigt diese Beschmutzung über sich ergehen lassen musste.


Als die schändliche Tat vollzogen war, wurde das kleine Blatt achtlos in einem Einkaufswagen zurückgelassen, wo es, gedemütigt und allein, auf seine Entsorgung wartete.


„Vielleicht ist es besser, wenigstens nur einmal beachtet zu werden, als ein ganzes Leben lang vergessen in einer Schublade zu liegen“, dachte es noch zu guter Letzt, bevor es grobe Hände zu den anderen unnütz gewordenen Papieren warfen.


Und wenn es nicht gestorben wäre, würde es jetzt vielleicht in deiner Schublade liegen, und davon träumen, mit Hingabe und Leidenschaft entjungfert zu werden.

18.4.05 23:17



 


Liebe ist…


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Die Summe aller Piefigkeit und Spießigkeit sind seit meiner Geburt für mich Geranien auf der Terrasse oder auf dem Fensterbrett. Nun lebe ich aber mit jemandem zusammen, der Geranien liebt. Bis jetzt  konnte ich mich erfolgreich gegen jegliche Geranieninvasion wehren, doch ich muss mich mit dem heutigen Tag geschlagen geben. Denn gestern bekam ich ein wundervolles Geschenk von demselben Geranienliebhaber. Er brachte mir, selbstlos und ohne Hintergedanken, ein Olivenbäumchen und einen Jasminstrauch in Gedenken an meine Zeit in Südfrankreich mit. Und er hatte NICHT heimlich dafür seine geliebten Geranien im Ärmel versteckt, um sie mir, während meiner großen Freude über sein Geschenk, irgendwie unterzuschieben. Deshalb, und nur weil er nicht einmal den Versuch einer moralischen Erpressung gestartet hatte, werde ich heute losziehen, und extra für ihn einen langen Balkonkasten kaufen, den ich mit Geranien bepflanzen werde.


 


Wenn das nicht Liebe ist!



 

16.4.05 10:06


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